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Paris Mon Amour: So war meine Zeit als Aupair – Ein Fazit

Heute vor vier Wochen ging ich noch an der Seine spazieren, blickte rüber zum Eiffelturm oder joggte durch die Gärten des Louvre. Und das einzige was ich mich jetzt frage ist: Wo ist nur die Zeit geblieben? Am Anfang meines Abenteuers erschienen mir die acht Wochen in Paris wie eine Unendlichkeit, jetzt wird mir erst richtig bewusst was für ein kurzes Vergnügen es doch war. Aber egal wie lange ich nun in der Stadt des Lichts verbracht habe, ich habe mich verliebt und unfassbar viel positive Energie mitgenommen. Und dieses kleine Fazit wollte ich eigentlich schon viel früher schreiben. Für euch, aber vor allem auch für mich selbst.

Auf Instagram erreichte mich letztens die Frage, wie ich denn diese kurze Zeit als Aupair empfunden hätte und diese Frage möchte ich in diesem Blogpost aufgreifen. 

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Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, ob ich mir vorstellen könnte als Aupair zu arbeiten, hätte ich ziemlich wahrscheinlich  den Kopf geschüttelt. Ich, Aupair? Ne, nicht so mein Ding. Aber als sich mir die Gelegenheit auf dem Silbertablett präsentierte, konnte ich nicht nein sagen. 

Paris? Dann auch noch im sechsten Arrondesment? Zwei Jungs die aber keine Babys mehr sind? Ein süßer Hund? Und das vorherige Aupair was mir nur positives berichtete und alle meine Fragen beantworte? Ein Skype-Gespräch mit meiner Gastmutter später und die Sache war eingetütet. 

Wow, passierte das gerade wirklich? Ich konnte es damals kaum fassen. 

Heute weiß ich, dass meine doch sehr spontane Entscheidung (immerhin lag zwischen dem Zeitpunkt wo ich von der Familie erfuhr und der Buchung meines Fluges gerade mal 1,5 Wochen) genau die richtige gewesen war. 

Denn ich muss ehrlich sein, rein vom Gefühl her war es wie bezahlter Urlaub mit einer Gastfamilie, wo man dann einfach mal mithilft, weil es sich so gehört. Bis auf ein paar Tage hat sich mein Leben dort nämlich nie wie richtige Arbeit angefühlt. 

Die Kinder waren echte Goldstücke und wenn wir getobt oder gespielt haben, hat das einfach Spaß gemacht. Auch das zu Bett bringen abends war irgendwie… schön. Ich bin Einzelkind und habe dadurch nie das Privileg genossen eine große oder kleine Schwester zu sein. Für mich war das also eher eine spannende, statt nervige Aufgabe. 

Hinzu kam die Tatsache, dass ich eher eine Alltagsassistentin war, da die Mutter fast alles selber gemacht hat. Morgens aufstehen, Kinder zur Schule bringen und abholen, Kinder ins Bett bringen, Kochen… All diese Aufgaben habe ich zusammengenommen in der Summe vielleicht Zehn Mal gemacht. Immer dann, wenn sie gerade nicht konnte. 

Auch waren die Kids jede zweite Woche bei ihrem Papa. Dann hatte ich eigentlich immer frei. Höchstens der Gang zum Supermarkt oder zur Post fiel an und ich habe den Hund häufiger zum Hundesitter gebracht. 

Ihr seht, von Arbeit kann da kaum die Rede sein. Aber nicht nur damit hatte ich Glück, sondern auch einfach mit der Familie in der ich gelandet war. Meine Gastmutter war eher wie eine coole Tante, zu der ich ein recht freundschaftliches Verhältnis hatte. Alles in allem war es fast perfekt. Ich sage hier mit Absicht „fast“, da keine Stadt in der ferne und auch keine Gastfamilie das eigene Zuhause ersetzen kann. Und auch ich hatte Tage, wo ich mal mehr an Hamburg und mein Zimmer dachte. Und ganz ehrlich? Als es zu Ende ging, war ich zwar traurig, aber gleichzeitig voller Vorfreude auf zu Hause. Und ich denke, dass diese Gefühle absolut normal sind. 

Einerseits würde ich es immer wieder tun und vielleicht sogar länger, anderseits habe ich das Gefühl, dass der Zeitraum genau richtig war. Nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang.

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Und mal abgesehen von der Tatsache, dass ich wahnsinniges Glück mit der Familie hatte, war es halt auch einfach… PARIS! Ihr könnt mich jetzt einmal laut aufseufzen hören!

Diese Stadt hat mich einfach in ihren Bann gezogen und ich träume mich fast wöchentlich zurück in die engen Straßen, an das Ufer der Seine oder einfach auf eine Bank im Park – in der Ferne die Eiffelturmspitze sehend. Auf mich hatte diese Stadt einen magischen Einfluss, den ich weder in Worte fassen kann noch möchte. Es geht einfach nicht und eigentlich wäre es auch ziemlich Sinn befreit, da sich jeder seine eigene Meinung über die Stadt bilden muss.

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Ich habe nämlich auch festgestellt, dass nicht jeder diesen Zauber verspürt und wisst ihr was?

Das ist auch voll ok so.

 

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