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Wo Paris nach Tel Aviv schmeckt – NENI Restaurant im 25hours Hotel bietet moderne israelische Küche

WERBUNG | PR EINLADUNG | Schon als ich durch die Tür des 25hours Hotels kam, sprangen mir bunte Farben und fröhliche Deko ins Auge. Eine Treppe führte mich ins erste Stockwerk, und auch hier im Restaurant nahm die Farbenvielfalt nicht ab. Von einer Sekunde auf die andere befand ich mich im absoluten Pastellhimmel, kombiniert mit kräftigen Farbspritzern. Meine Augen sprangen zwischen den pinken Sesseln und den eingedeckten Marmortischen hin und her, welche einladend darauf warteten, dass Gäste an ihnen Platz nehmen würden.

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Middle Eastern Flair trifft modernen Charme

Auf dem Boden waren in unregelmäßigen Abständen bunte Teppiche verteilt, die den Raum auflockerten und zum fast schon wie Pop-Art wirkenden Interieur ein besonderes Flair hinzufügten. Das ganze Restaurant wirkte, als wären Middle-Eastern-Stilelemente auf modernen Charme geknallt, und dabei heraus kam ein absolut gemütliches Ambiente, welches die perfekte Kulisse für jeden Influencer abgeben würde. Das war also das NENI Restaurant in Paris.

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Das Familienunternehmen steht momentan auf Expansionskurs, und so dauerte es nicht lange, bis auch in Frankreichs Hauptstadt ein NENI seine Pforten im Inneren eines 25hours Hotels öffnete und sich somit zu Wien, Berlin, Köln, Hamburg, München, Zürich, Amsterdam und Mallorca dazugesellte.

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Der Geheimtipp für moderne israelische Küche scheint im Gegensatz zu den Städten außerhalb Frankreichs jedoch wirklich noch geheim zu sein, denn bei meiner Ankunft um 18:00 Uhr war das Restaurant noch so gut wie leer. Etwas, was zum Beispiel in Hamburg unvorstellbar erscheint, wo das Restaurant mindestens zwei Wochen im Voraus für jede Uhrzeit ausgebucht ist.

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Gut für mich! So konnte ich schnell eine Tonne Bilder knipsen, ohne andere Gäste eventuell zu stören.

Einmal überraschen lassen mit dem Best of NENI

Meine Begleitung und ich nahmen anschließend an einem der Fensterplätze Platz, welche einen direkten Blick auf die schöne Fassade des Gare du Nord ermöglicht. Immer noch vom tollen Ambiente geflasht,begannen wir die Speisekarte zu studieren.

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Wir beschlossen, die Füße unterm Tisch zu lassen und statt etwas Alkoholischem lieber die hausgemachte Limonade und den hausgemachten Eistee zu bestellen. Auch die Wahl des Essens war schnell getroffen: Wir wollten uns überraschen lassen.

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Das Best of NENI ist ein Menü, welches verschiedene Vor-, Haupt- und Nachspeisen serviert. Hier kommen die Gerichte im kleineren Format, dafür aber zahlreich. Perfekt, um sich durch die Speisekarte zu probieren! Ich liebe Fleisch, meine Begleitung ist Vegetarierin, was wir der Servicekraft auch mitteilten. „Kein Problem“, hieß es. Sie servierten eine Mischung und achteten auf ausreichend vegetarische Optionen.

Für uns nicht relevant, aber auf der Karte haben wir zuvor auch vegane Speisen entdecken können. Hier kommt also jeder auf seine Kosten! Apropos Kosten… Das Menü kostet pro Person übrigens 45 Euro. Kein Schnäppchen, aber wie wir schon bald feststellen konnten: Es ist sein Geld zumindest von der Menge an Essen absolut wert.

Der erste Gang: Mezze-Vielfalt mit und ohne Fleisch

Die Getränke kamen zügig und auch das obligatorische Leitungswasser, welches es in Frankreich immer gratis dazugibt, wurde in einer bunten Flasche auf dem Tisch platziert. Schnell kamen ein kleiner Stoffsack mit Brot und Labané, ein Jogurt mit Oliven, Öl und orientalischen Gewürzen hinzu. Wir nippten an unseren süßen Getränken, machten uns über den Snack her und ließen unseren erfolgreichen Shoppingtag noch einmal Revue passieren. Kurz danach wurde bereits die Vorspeise serviert.

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Der Service war nett und zuvorkommend und erklärte ausführlich die einzelnen Gerichte (auch Mezze genannt) auf der mitgebrachten Etagere. So hatten wir Falafel mit einem hausgemachten Dip, große Garnelen mit Tzatziki, eine Auberginenpaste mit Granatapfelkernen, einen Chicken-Salat, hausgemachtes Pita-Brot und eine kleine Maissuppe mit Kokos. Wohlbemerkt…. Es handelte sich bei allem nur um die Vorspeise.

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Etwas überfordert zu entscheiden, was wir zuerst probieren sollten, begannen wir zu essen. Das Hühnchen beim Salat war knusprig und die süß-saure Soße gab dem Ganzen den gewissen Kick. Die Maissuppe schmeckte mir persönlich super gut, und am liebsten hätte ich nach dem Rezept für zu Hause gefragt. Die Falafel waren frisch, von außen knusprig und von innen weich und schmeckten besonders meiner Begleitung. Das Einzige was uns beide nicht überzeugen konnte, war das Babaganoush. Die Aubergine zusammen mit den anderen Zutaten erschien etwas bitter. Aber zum Glück dürfen Geschmäcker ja verschieden sein.

Wir schafften es nicht, die gesamte Vorspeise aufzuessen, da es in der Masse einfach zu viel für uns beide war und wir noch etwas Platz für die restlichen Gänge lassen wollten.

Der zweite Gang: Telavivisches Chilli con Carne und Humus all over

Diesmal dauerte die Zubereitung auch etwas länger und wir nutzten die Essenspause zum kurzen Verschnaufen und Sacken lassen.

Das Restaurant war immer noch recht leer. Nur zwei weitere Paare hatten sich ebenfalls einen Tisch zuweisen lassen. Ich konnte es nicht nachvollziehen. Die Vorspeise hat mich schon ziemlich vom Hocker gehauen, und betrübt dachte ich an all die Menschen, die sich hier etwas entgehen lassen.

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Der Hauptgang umfasste zu unserem Glück nur drei Gerichte. Grüne Bohnen mit einer Sesamsoße und Tomatenragout, gegrillte Aubergine mit Tomatenwürfeln, Koriander und Humus und das hausgemachte Hamshuka – Lamm- und Rinderhackfleisch in einer Tomatensoße mit Humus und Sesamsoße. Auf letzteres hatte ich mich besonders gefreut. Zu allem wurde wieder Pita-Brot gereicht

Das Hamshuka erinnerte ein wenig an orientalisches Chili con Carne ohne Bohnen (da ich diese Art von Bohnen hasse, hätte ich mich in das Hamshuka förmlich reinlegen können), die Aubergine war uns erneut zu bitter, wir dippten unser Brot aber genüsslich in das leckere Humus und fielen über die Bohnen her.

Aber auch hier stellte sich das Problem der Menge ein. Schon recht bald zitterte unsere Hand, wenn wir sie zum Mund führten, da wir bereits so satt waren. Aber das Essen war so lecker, dass wir nichts übriglassen wollten. Eine richtige Zwickmühle. Schließlich verloren wir den Kampf und mussten erneut noch gut bestückte Teller zurückgeben.

Der letzte Gang: What a Bittersweet Ending!

Nachtisch geht trotzdem, sagten wir uns. Gott, was haben wir uns geirrt, sage ich euch. Deshalb auch ein Bittersweet Ending… Sweet wie der Nachtisch, bloß bitter, dass wir ihn wieder nicht aufgegessen haben.

Im Nachhinein stellt der Nachtisch für mich wirklich das verdiente Finale dar. Ich selbst bin eher Typ salzig und nicht super euphorisch gegenüber süßen Nachspeisen. Aber was uns da geboten wurde, konnte ich mit keinem Löffel ignorieren.

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Sesameis mit lustig aussehenden Fäden, die aus Halva gemacht werden. Dazu echte Sesamkörner und Pekannüsse. In der Mitte der Etagere eine Tiramisucreme mit Nüssen und Kakaopulver und ganz unten der unschuldig aussehende NENI Cheesecake, der im Vergleich zum Rest fast schon unspektakulär wirkt. Aber ich sage euch: Geschmacklich eine 1+ mit Sternchen!

Mein Favorit war aber tatsächlich das Sesameis mit dem Halva, was so lecker und irgendwie besonders schmeckte, dass ich heute noch dran denke.

So kämpften wir uns noch durch den Nachtisch, nippten an unserem Kaffee und spekulierten, wie viele Besucher es wohl wirklich vollbracht haben,das Best of NENI aufzuessen. Es endete damit, dass ich mir zumindest den Cheesecake für zu Hause einpacken ließ.

Während ich meinem Cappuccino trank und aus dem Fenster schaute, wurde mir auch erst richtig klar, warum es Best of NENI genannt wird. Lächelnd bestätigte ich den Titel in Gedanken und ließ meinen Blick noch ein weiteres Mal durch die bunte Kulisse wandern.

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Paris mal anders – Statt Ente lieber Küche aus Israel

Es war mittlerweile 21:00 Uhr (übrigens an einem Samstag) und das Restaurant nach wie vor kaum besucht. Für mich nicht zu verstehen, denn es lohnt sich wirklich.

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Ja, das NENI serviert vielleicht keine Barbarieentenbrust und auch kein Baguette. Die Kellner sind nicht muffelig und können sogar englisch sprechen und die Lage im ersten Stock mit schönem Blick auf den Gare du Nord hat vielleicht nicht den Flair vom Straßencafé, wo man sich die Handtasche ans Bein tackern muss, damit sie nicht geklaut wird.

Dafür kann das NENI richtig gute Küche, die sich vom Standard-Italiener, mäßigen Franzosen oder billigen Chinesen definitiv abhebt. Preislich nicht günstig, aber angebracht für das, was man geboten bekommt. Das Interieur ist zuckersüß und perfekt für hippe Fotos. Essenstechnisch ist für jeden was dabei, und wer etwas Neues probieren möchte, lässt sich mit dem Best of NENI eben einmal von den Socken hauen.

Ich fürchte, für den Franzosen ist es zu anders und aufgrund der Platzierung in einem Hotel auch zu touristisch. Für den Tourist ist es vielleicht nicht französisch genug, und ehrlich gesagt tut die Lage dem Restaurant keinen Gefallen. Abgesehen vom Gare du Nord ist in der näheren Umgebung nichts Spektakuläres. Wäre das NENI in einer der Straßen in St. Germain de Pré oder in Marais, hätte es wohl mehr Laufkundschaft, etwas was ich dem Restaurant nur wünschen kann, da es genauso viel Aufmerksamkeit verdient hat, wie seine Geschwister in Hamburg, Wien und Co.

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Wir waren mit unserem Besuch auf jeden Fall sehr zufrieden, und ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal herzlich beim 25hours Hotel für die Einladung, die meine Meinung keineswegs beeinflusst hat. Ich kann das NENI guten Herzens weiterempfehlen und werde es hoffentlich bald wieder besuchen, dann aber vielleicht an einem der anderen Standorte.

Infos auf einen Blick

  • Standort: 12 Boulevard de Denain, 75010 Paris
  • Öffnungszeiten: Mo-So 12:00-23:00 Uhr
  • Küche: Middle Eastern/ Mezze/ Israelische Küche
  • Preis: €€€-€€€€
  • Vegetarisch: JA
  • Vegan: JA
  • Instagramable: JA
  • Mittagessen: JA
  • Abendessen: JA
  • Geeignet für große Gruppen: JA
  • Reservierung: Empfohlen, aber nicht nötig 

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