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Kurztrip Brüssel – Tipps für eine Nacht in der belgischen Hauptstadt

19. Mai 2019 2 Comments

Hey ihr Lieben! Wenn ihr euch jetzt fragt: „Hä? Wieso denn Brüssel? Ich dachte du bist in Paris und babysittest?“ (wenn du auch davon nichts weißt, schau mal hier) dann liegt ihr nicht so falsch, wie ihr vielleicht denkt. Ich hatte ein paar Tage frei und bin einfach spontan nach Brüssel rübergefahren. Denn… Warum auch nicht? Aber lasst mich von vorne anfangen!

Spontan nach Brüssel – So kam es zu der Entscheidung

Ich war nie die spontanste Person und ehrlich gesagt, bin ich das auch heute noch nicht… Aber seit letztem Jahr versuche ich zumindest in einigen Punkten, etwas flexibler zu sein und auch mal schnell zu entscheiden. Denn häufig entstehen dadurch wundervolle Erlebnisse. So war das auch mit Brüssel.

Letzte Woche saß ich noch vor meinem IPad und googelte Tagestrips von Paris aus und wie das mit dem googeln manchmal so ist, schweift man ab und landet nicht immer da wo man ursprünglich hin wollte. Lange Rede kurzer Sinn, ich fand mich plötzlich bei Angeboten von Flixbus wieder und erspähte eine direkte Verbindung von Paris nach Brüssel für 4,99€ pro Fahrt. Kurzes zögern. Wetterapp gecheckt. Pinterest über Brüssel ausgequetscht. AirBnB Angebot kontrolliert. Gebucht!

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Mit dem Flixbus von Paris Bercy nach Brüssel Gare du Midi

Eine Woche später fuhr ich dann mit den Öffis zum Busbahnhof Paris Bercy und wünschte mich augenblicklich zum Hamburger ZOB. Denn der Busbahnhof in Paris war riesig, etwas zwielichtig, versteckt unter einer Parkanlage und bereitete mir ein etwas mulmiges Gefühl.

Ich predigte mir also „Denk an die 4,99€, denk an die Pommes, denk an die Waffeln….“ und umklammerte meinen Rucksack sowie Koffer noch etwas fester. Mein Bus war zum Glück schon da, also verstaute ich schnell den Koffer und suchte mir einen Platz. Glücksfall: Der Bus war verhältnismäßig leer und so konnte ich mich bequem auf zwei Sitzen breit machen. Die 4,5 Stunden ließen sich mit Schlaf und Netflix auch schnell überbrücken und so stieg ich schon kurz danach in ein Uber und ließ mich zu meinem AirBnB fahren.

Mein AirBnB Apartment in Brüssel – Zentraler geht es nicht!

Mein AirBnB hatte ich genauso spontan und schnell gebucht wie mein Busticket und habe dadurch weniger Recherche in die Unterkunft gesteckt, als sonst für mich üblich. Jedoch brachte der stolze Preis von 103€ für eine Nacht jede Menge Vorteile, die ich in den nächsten 24 Stunden ausgenutzt habe.

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Der Check-In war einfach und unkompliziert mit einem Code und einer Schlüsselbox geregelt. Einziehen konnte ich ab 16:00 Uhr, das Gepäck aber bereits ab 13:00 Uhr abstellen.

Die Gastgeber John und Ceca haben das Apartment stylisch und gemütlich eingerichtet und besonders der Blick aus dem Fenster verdient ein Sternchen.

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Aber abgesehen von der modernen Einrichtung, oder dem bereitgestellten Wasser sowie Kekse, oder den hilfreichen local Tipps, war die Lage einfach unschlagbar. Mitten im Zentrum, umgeben von allem was die Altstadt zu bieten hat und nur zwei Minuten Fußweg vom Grand-Place/ Grote Markt entfernt.

Das Apartment findet ihr hier.

Grand-Place/ Grote Markt, Waffelbuden und der Manneken Pis

Angekommen in Brüssel bin ich ca. um 14:30 Uhr. Ich stellte mein Gepäck im Apartment ab und verschaffte mir eine grobe Orientierung in der Altstadt. Dabei gingen meine ersten Schritte Richtung Grand-Place/ Grote Markt, das Zentrum von Brüssel schlechthin. Weiter trugen mich meine Füßen eine der zahlreichen Gassen entlang, in denen ich mit Waffelbuden nur so zugeschüttet wurde.

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Schwer zu entscheiden bei welcher man nun probieren soll. Ich entschied mich für eine neben dem Mannekin Pis, der wohl überbewerteten Sehenswürdigkeit in ganz Brüssel.

Während ich die zahlreichen Menschen beobachtete, versuchte ich meine Waffel zu essen, was gar nicht so leicht war, da man dazu nur zwei kleine Pommespiekser bekommt. Und nein, die Waffel ist nicht vorgeschnitten. Fazit: Lecker! Aber fast unmöglich zu essen, ohne sich komplett einzusauen.

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Galeries Royales St. Hubert, Saint Catherine Kirche und die Brüsseler Börse

Nach dem mehr oder weniger erfolgreichem Essen meiner Waffel, schlenderte ich weiter durch die Altstadt und fand mich schließlich bei den Galeries Royales St. Hubert wieder, von denen ich bereits in einem anderen Blogpost gelesen hatte. Mehr was fürs Auge als für den sparenden Geldbeutel, aber durchaus einen Blick wert.

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Auf der anderen Seite wieder herausgekommen, ließ ich mich vom Stadtgeschehen einfach etwas treiben und fand mich bei einem Platz vor der Saint Catherine Kirche wieder. Hier gibt es viele Restaurants und Cafes und es herrschte eine angenehme, lebhafte Stimmung. Ich beschloss jedoch zurück zum Apartment zu gehen und mich vor dem Abendessen etwas frisch zu machen.

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Auf dem Weg stellte ich fest, dass Brüssel auf der Karte definitiv größer wirkt als es eigentlich ist und ich von den Galeries Royales St. Hubert einen schönen Bogen zur Saint Catherine Kirche gegangen bin und den Kreis mit der Brüsseler Börse und meinem fast daneben liegenden Apartment perfekt geschlossen habe.

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Typisch belgische Küche im Nüetnigenough

So langsam begann der Magen nach mehr als nur einer Waffel zu verlangen und so recherchierte ich schnell ein Restaurant, welches typisch belgische Küche serviert. Wie es der Zufall so wollte, lag das Nüetnigenough nur einige Gehminuten von meinem AirBnB entfernt.

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ACHTUNG: Man kann bei dem Restaurant nicht reservieren und muss sich auf Wartezeiten von bis zu einer Stunde einstellen. Das Lokal ist extrem klein und sehr beliebt, was man auch spürt wenn man dort ist.

Ich hatte mich darauf bereits eingestellt, da mich die Tripadvisor-Bewertungen darauf hingewiesen hatten. Wer das jedoch nicht weiß, könnte enttäuscht sein.

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Ich wartete auch tatsächlich eine Stunde an der Bar, konnte in der Zeit aber zumindest etwas zu trinken bestellen. Das Lokal hat eine phänomenale Auswahl an Bier und so fragte ich den netten Kellner, welches Bier er denn jemanden empfehlen kann, der normalerweise kein Bier mag. Die Frage brachte ihn sehr zum schmunzeln, er kam aber nach zwei Minuten bereits mit einer Option wieder. Die Wahl fiel auf das Berliner Ryesse mit Brombeergeschmack von Alvinne. Sehr sauer, aber trinkbar und definitiv mal etwas anderes!

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Als ich dann endlich meinen Tisch hatte, kam das Essen auch recht zügig. Leckere Lammhackbällchen mit Ziegenkäse und einer Tomaten-Estragon-Soße. Dazu der Stew des Tages. Es schmeckte super lecker und deftig und war genau das, worauf ich mich gefreut hatte. Das Lokal hat zudem normale Preise, die einen Besuch dort abrunden und nicht verderben, wie so manch touristisches Restaurant am Grote Markt.

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Sonnenuntergang beim Justizpalast und dem Mont des Arts

Nach dem Essen war es dann schon so spät, dass die Sonne am sinken war und auf der Suche des richtigen Weges zum Königlichen Palast, fand ich mich plötzlich beim Aufzug wieder der hoch zum Justizpalast fährt.

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Tatsächlich führte mich meine kurze Orientierungslosigkeit durch Zufall zu den schönsten Plätzen in Brüssel für einen Sonnenuntergang, denn nach dem Justiz Palast stolperte ich geradezu über den Mont des Arts und hatte anschließend meinen „Ach hier bin ich“-Moment.

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Recht schnell nach dem „Ach hier bin ich“-Moment, trat aber der „Fuck ist das schön, ich liebe mein Leben“-Moment ein und ich wurde fast ein wenig rührselig. Aufgrund der Bilder könnt ihr vielleicht nachvollziehen warum.

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Ich stieg dann langsam die Treppenstufen hinunter und schlängelte mich an Elisabeth vorbei zurück in die Gassen, wo ich mir zum Abschluss des Tages ein Häagen-Dazs Eis gönnte. Vollkommen überteuert, absolut touristisch, kein bisschen individuell, aber einfach super lecker.

Und mit einem herrlich befriedigten Gefühl, dass Brüssel eine wirklich gute Entscheidung war schlief ich in meinem überraschenderweise sehr bequemen AirBnB-Schlafsofa auch schnell ein.

(Der Grand-Place/ Grote Markt sah im Licht der untergehenden Sonne übrigens auch fantastisch aus!)

Politiker-Luft schnuppern beim Europa Parlament

Am zweiten Tag stand auf meiner Liste an Sehenswürdigkeiten unteranderem noch das Europaparlament. Von Außen nicht besonders spektakulär, aber man sollte es zumindest mal gesehen haben wenn man in Brüssel ist.

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Aber vorher: Frühstück! Ein kleines Cafe namens Tout Bon beim Place du Luxembourg konnte da schnell aushelfen.

Auf dem Weg zu der Pommesbude Maison Antoine, wo es angeblich die besten Fritten in ganz Brüssel geben soll, führte mich mein Weg durch einen kleinen Park hinter dem Europaparlament.

Die besten Pommes in ganz Brüssel – Maison Antoine

In einem anderen Blogbeitrag hatte ich gelesen, dass Maison Antoine ein Urgestein in Brüssel ist und schon seit etlichen Jahren Touristen so wie Abgeordnete hier ab und zu eine Portion Pommes schnabulieren. Da konnte ich mir diese Erfahrung ja nicht entgehen lassen.

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Manchmal muss man bis zu 45 Minuten warten, ich hatte jedoch Glück und kam sehr schnell dran. Alte Fotos auf den Bildschirmen der Bude zeigen übrigens, wie das Maison Antoine früher aussah und nicht wie sein moderner, rechteckiger Nachfahre. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es übrigens ein Restaurant, was ausdrücklich erlaubt, dass man dort seine gekauften Pommes essen darf. Man sollte sich aber im Gegenzug ein Getränk dort bestellen.

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Ich muss sagen, dass die Pommes lecker waren, aber definitiv nicht die Besten die ich je gegessen habe. Keine Ahnung ob ich einen schlechte Tag erwischt habe, oder ob die Pommes hier einfach überbewertet werden, aber mein Pommes-Favorit wird wohl das BeFries in Brighton bleiben. Aber ganz ehrlich, ich habe auch gegen eine zweitklassige Pommes nichts einzuwenden. Nur ob man dafür bis weit hinter das Europaparlament laufen muss, ist fragwürdig. Nächstes Mal darf es vielleicht auch einfach die Pommesbude in der Altstadt sein.

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Spaziergang durch den Jubelpark und ein Blick auf den Triumphbogen

Unweit von Maison Antoine befindet sich allerdings der Jubelpark mit dem  Triumphbogen. Ich ging mit meinen Pommes also noch einen kleinen Schlenker und schaute mir das große Bauwerk von außen an.

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Der königliche Palast und die Fahrt nach Hause

Jetzt fing die Zeit ein klein wenig an zu rennen, weswegen ich mich auf einen der zahlreichen Elektroroller schwang (die auch in Paris nicht gerade wenig in den Straßen stehen, daher kannte ich das Konzept schon und hatte auch die benötigte App bereits runtergeladen) und zum königlichen Palast fuhr, dem ich vor meiner Abreise noch einen Blick würdigen wollte.

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Danach holte ich noch schnell meinen Koffer, trank noch einen letzten Cappuccino in einem Cafe und machte mich zur Rue de France auf, welche direkt beim Gare du Midi als Fernbus-Sammelstelle fungiert. Leider hatte ich auf der Rückfahrt einiges an Verspätung und so kam ich erst nach ca. 6 Stunden zu Hause an. Müde und erschöpft, hüpfte ich direkt ins Bett, aber mir war klar: Brüssel war eine super Idee und ich kann jedem einen Trip dorthin empfehlen.

BagBnB, Brüssels Streetart und was ihr sonst noch wissen solltet

Natürlich hatte ich keine Zeit mir alles in Brüssel bis ins letzte Detail anzuschauen und auch nicht jeder Punkt hat gleich einen ganzen Absatz in diesem Beitrag verdient. Ich möchte aber noch ein paar Tipps und Dinge ansprechen, bevor ich euch mit dem Thema Brüssel dann auch in Ruhe lasse.

BagBnB

Dieser Tipp gilt eigentlich für jede Stadt. Wenn ihr mal früher auschecken, als ihr eure Rückreise antreten müsst und es keinen inkludierten Service zum Gepäck lagern gibt, empfehle ich die Seite BagBnB. Hier findet ihr Läden, Cafes, etc. die euren Koffer für 5€ pro Tag aufbewahren, bis ihr ihn wieder abholt. Die Zeiten richten sich dabei nach den offiziellen Öffnungszeiten des jeweiligen Etablissements.

Comics und Streetart in Brüssel

Brüssel ist unteranderem sehr bekannt für Tim und Struppi, aber auch die allgemeine Streetkunst kommt hier nicht zu kurz. Auch bevölkern zahlreiche Comicläden die Stadt, so dass jeder Fan eben dieser voll auf seine Kosten kommt. Bei genug Zeit, ist ein Besuch im Comic Museum von Brüssel vielleicht auch eine gute Idee.

Die königlichen Gewächshäuser…

… sind ein echtes Highlight, wenn man denn das Glück hat genau in den drei exklusiven Wochen im Jahr, in denen diese Gewächshäuser geöffnet haben, in Brüssel zu sein. Denn diese beeindruckende Sehenswürdigkeit am Stadtrand von Brüssel, öffnet seine Tore nur drei Wochen im April und ist sonst den Rest des Jahres für die Öffentlichkeit gesperrt.

Schokoladenliebhaber schlagt zu!

Neben Waffeln und Pommes hat Brüssel noch eines mehr zu bieten: Nämlich Schokolade! In jeglicher Ausführung findet ihr die dunkle (oder auch helle) Köstlichkeit in einen der zahlreichen Läden, die ungefähr überall in Brüssel zu finden sind. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Öffentlicher Nahverkehr

Den gibt es natürlich auch in Brüssel und auch wenn es verführerisch scheint, mal schnell in den Bus zu hüpfen um ein paar Schritte zu sparen, kann ich es euch nicht empfehlen. Ich bin einmal von der Altstadt aus mit dem Bus zum Parlament gefahren und konnte für diese einzelne Fahrt gleich 2,50€ zahlen. Wäre ich nicht so faul und unter leichten Zeitdruck gewesen, hätte ich die Strecke auch entspannt in 30 Minuten zurücklegen können. Brüssel ist wirklich nicht so groß wie es scheint und fast alle Dinge sind prima zu Fuß zu erreichen.

Noch mehr Brüssel-Inspo

Diese Beiträge haben mir bei meiner Vorbereitung für Brüssel sehr weitergeholfen 🙂 Vielleicht gilt das Gleiche auch für euch!

Julias Beitrag von Globusliebe

Christines Beitrag von Lilies-Diary

Yvonnes Beitrag von JustTravelous

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Antonia from Dailyplanner

Löwenköpfchen | Carnivore | Großstadtseele | Schreibwarensuchti | Notizbuchfreak | Weltenbummler | & manchmal ganz schön Girly. Und was wären Leidenschaften ohne die Menschen, mit denen man sie teilen kann? So kam es zu meinem Blog und ich hoffe, dass er mir auch noch lange erhalten bleibt.

All posts

2 Comments

  • Kris 20. Mai 2019 at 23:10

    Vielen Dank für den tollen Bericht – wow was man in zwei Tagen alles sehen kann! Das mit dem Aufzug zum Justizpalast habe ich mir gleich mal notiert – ich liebe Plätze mit Aussicht „über die Stadt“.

    • Antonia from Dailyplanner 20. Mai 2019 at 23:11

      Freut mich, dass der Beitrag weiterhelfen konnte!! 🙂

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    Antonia Isabel

    Manchmal etwas verrückt, gnadenlos kreativ, meistens organisiert und immer auf der Suche nach neuer Inspiration. Mein Name ist Antonia und ich bin 20 Jahre alt und betreibe Dailyplanner - den Schreibwaren & Lifestyle Blog seit 2014. Mehr Lesen

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