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Hever Castle – Das Zuhause der jungen Anne Boleyn: Ein perfekter Tagestrip!

17. Dezember 2018 No Comments

Nun, ich lebe ja in Brighton (leider auch nicht mehr lange) und natürlich hat diese Stadt viel zu bieten, abgesehen davon ist London auch nicht weit. ABER, manchmal überkommt es mich einfach, da will ich etwas ganz Neues sehen. So erfasste mich am 16. November das Ausflugs-Fieber und ich recherchierte kurzerhand mögliche Ziele im Internet. Ein Schloss sollte es sein, nur welches? Aufgrund der Erreichbarkeit und Öffnungszeiten, entschied ich mich für Hever Castle, das Zuhause der jungen Anne Boleyn.

Wer hat auch „Die Tudors“ gesehen? Dann habt ihr bestimmt schon mal von Anne Boleyn gehört. Sie war die zweite von sechs Ehefrauen Heinrichs VIII. und somit Königin von England. Das blieb allerdings nicht lange so, denn schon nach drei Jahren ließ Heinrich sie enthaupten. Sie schaffte es nicht, einen männlichen Erben hervorzubringen, und beging angeblich Ehebruch, was zu ihrer Hinrichtung führte. Ihre einzige Tochter Elisabeth I. wurde später eine der bedeutendsten Königinnen Englands.

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Aufgewachsen ist und lange Zeit gelebt hat sie im Schloss bzw. Herrenhaus Hever Castle. Ein beschauliches, relativ kleines Gemäuer. Nachdem Annes Familie in Ungnade gefallen und zum größten Teil verstorben war, wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer und begann immer mehr zu verfallen. 1903 kaufte der britisch-amerikanische Millionär William Waldorf Astor das Anwesen und steckte viel Geld und Zeit in die Restaurierung. Auch ist er für das Anlegen der großen Gartenlandschaft verantwortlich und hat sogar einen kleinen See ausheben lassen.

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Jetzt dient das Herrenhaus als Museum, und auch die Gartenanlagen wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Schloss liegt nahe Turnbridge Wells in der Nähe eines kleinen Ortes namens Hever. Von Brighton aus habe ich den Bus 29 genommen, da dieser im Drei-Stunden-Takt nach Turnbridge Wells fährt. Die Fahrt ist auch wirklich eine kleine Weltreise und hat ca. zwei Stunden gedauert. In Turnbridge Wells bin ich dann in einen Mininatur-Dorf-Bus gestiegen, der ebenfalls sehr selten fährt und direkt beim Hever Castle hält. Da hier meine Busfahrkarte nicht mehr gültig war, habe ich ein Hin- und Rückticket für ca. 5 Pfund gekauft.

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Hever Castle kostet 17.25 Pfund für das Schloss und die Gärten, oder 14.50 Pfund nur für die Gärten.

Ich hatte unfassbares Glück mit dem Wetter, da es zwar ziemlich kalt, aber auch sonnig war, und ließ mich entspannt durch die Landschaft treiben. Ich muss auch sagen, dass es mir absolut nichts ausgemacht hat, alleine unterwegs zu sein. Ganz im Gegenteil, irgendwie war das herrlich unabhängig. Niemand hetzt oder verlangsamt einen, man muss sich nicht abstimmen was man essen/ sehen/ etc. will und kann ganz seinem eigenen Tempo nachgehen.

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Zuerst nahm ich mir das Schloss vor und bezahlte zusätzlich noch einen Audio Guide in Deutsch. Das Anwesen erzählte die Geschichte von Anne Boleyn, aber auch von William Waldorf Astor und wie er das Schloss restauriert hatte. Ich stellte auch fest, dass es wesentlich kleiner war, als es von Außen schien. Hinten gab es noch einen Anbau, den Astor später hinzufügte. Diesen konnte ich nicht besichtigen. Ich schätze das ist die Location, wo auch gerne Hochzeiten gefeiert werden und sich die wenigen Hotelzimmer befinden, die Hever Castle zu bieten hat.

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Nach dem Schloss spazierte ich durch die Gärten. Auch wenn die meisten Blumen, wie zum Beispiel der Rosengarten, nicht blühten, schimmerte doch die Sonne auf dem Wasser und das Laub leuchtete Grün oder Golden. Es war wirklich wunderschön und hatte etwas sehr friedliches.

Um die Zeit bis mein Bus fahren würde totzuschlagen und ich es in der Kälte nicht mehr aushielt, ging ich in den einzigen Pub den es in 10 Kilometerradius gab. Etwas zu trinken und ein leckerer Burger war jetzt genau das Richtige. Danach holte mich der gleiche Busfahrer wie vor ein paar Stunden ab und brachte mich nach Turnbridge Wells zurück. Dort schlug ich abermals ein wenig Zeit tot (diesmal in einem Cafe mit heißer Schokolade) ehe mich Nummer 29 zurück nach Brighton brachte.

Fazit: Definitiv ein toller Ausflug, auch wenn man mit dem Auto eine wesentlich leichtere Anfahrt hat. Das Schloss liegt übrigens fast genau in der Mitte von Brighton und London und ist deshalb nicht nur für Brighton Besucher geeignet. Es gab auch einen großen Abenteuerspielplatz für Kinder, so wie ein Heckenlabyrinth. Hunde sind im Garten, aber nicht im Schloss erlaubt. Der Ausflug eignet sich also prima für die ganze Familie.

P.S. Im Souvenir-Shop gab es klassische Schreibfedern mit Tinte und Siegel mit Wachs! Vorbeischauen lohnt sich also auch dort.

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Antonia from Dailyplanner

Löwenköpfchen | Carnivore | Großstadtseele | Schreibwarensuchti | Notizbuchfreak | Weltenbummler | & manchmal ganz schön Girly. Und was wären Leidenschaften ohne die Menschen, mit denen man sie teilen kann? So kam es zu meinem Blog und ich hoffe, dass er mir auch noch lange erhalten bleibt.

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Antonia Isabel

Manchmal etwas verrückt, gnadenlos kreativ, meistens organisiert und immer auf der Suche nach neuer Inspiration. Mein Name ist Antonia und ich bin 20 Jahre alt und betreibe Dailyplanner - den Schreibwaren & Lifestyle Blog seit 2014. Mehr Lesen

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