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Wochenende in London – 4 Sehenswürdigkeiten, die du vielleicht noch nicht kennst

Okay, Sehenswürdigkeiten ist vielleicht der falsche Ausdruck. Sagen wir mal, Sehenswürdigkeiten UND Aktivitäten. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich liebeeeee London über alles, weswegen ich Anfang Oktober auch zum fünften oder sechsten Mal in dieser Stadt war. Da ist es allerdings naheliegend, dass mein Fokus nicht auf dem London Eye, dem Buckingham Palace oder der Oxford Street lag. Ich wollte die Gelegenheit nutzen und mir Dinge ansehen, die bei einem regulären London-Trip meistens auf der Strecke bleiben.

Wie ihr ja wisst, lebe ich momentan in Brighton. Mein Freund jedoch in Deutschland, wenn auch nicht in meiner Heimatstadt. Wir dachten uns also: Wenn wir die Fernbeziehung in Deutschland hinbekommen, warum dann nicht auch in England? Also setzte er sich kurzerhand in den Flieger und ich in den Bus, damit wir uns in London treffen konnten.

Aufgrund unserer begrenzten Zeit trafen wir uns sehr früh am Samstag, und nachdem das Gepäck bei einem *BagBnB abgegeben wurde, schlenderten wir auch gleich durch Westminster. Mit Bildern von Big Ben verschone ich euch jetzt mal, dieser war nämlich vollkommen hinter einem Gerüst versteckt. Ich weiß nicht wie lange die Restaurierung noch dauern wird, aber mir tut es ein bisschen leid für diejenigen, die London zum ersten Mal besuchen.

*Jubilee Hotel nahe Victoria Station. 5 Pfund für ein Gepäckstück. Wir haben gute Erfahrungen dort gemacht, hat alles reibungslos funktioniert und weil es ein kleines Bed & Breakfast ist, war auch bis spät abends noch jemand anwesend, der das Gepäck wieder rausgibt.

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Greenwich

An der Themse angekommen, gab es dann noch ein paar Schnappschüsse vom London Eye, ehe wir runter zum Anleger gingen. Der Plan: Ein Wasser-Taxi nach Greenwich nehmen. Eine Richtung kostet ca. 6 Pfund, wenn ihr das normale Wasser-Taxi nehmt. Auf die Führungen würde ich verzichten, soweit es nicht eure erste Themsenrundfahrt ist. Das Boot hatte hinten einen kleinen Außenbereich, von dem aus man auf die zahlreichen Brücken und Gebäude blicken konnte. Der Weg nach Greenwich ist deswegen so schön, da man an der Tower Bridge, dem Tower und noch einigen anderen Sehenswürdigkeiten vorbeifährt.

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Greenwich gehört zum UNESCO-Welterbe und man kann dort den Park, den Markt oder zum Beispiel das Greenwich Observatorium besichtigen. Als wir angekommen sind, musste ich in der Touristeninformation aber erstmal auf Toilette gehen. Warum ich das erzähle? Weil wir dort eine kleine Ecke gefunden haben, wo man sich „authentische“ Klamotten für ein lustiges Foto überziehen konnte. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen.

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Danach ging es dann aber richtig los und wir sind entspannt rumgelaufen. Am historischen Gebäude vorbei, durch den Park, hoch zum Observatorium, wo man einen unfassbar tollen Blick hat. Aus zeitlichen Gründen konnten wir leider nicht reingehen, aber wer kann, sollte das unbedingt tun.

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Nach zahlreichen Fotos sind wir wieder runter geschlendert und ein bisschen durch Greenwich spaziert. Beim Greenwich Market haben wir einige schöne Dinge gesehen und besonders die Essensstände haben es mir angetan. Ich konnte mich so lange zurückhalten, bis die Macarons kamen…

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Burlesque Show

Nach einem Mittagessen ging es zurück nach Zentral-London, da wir abends einen besonderen Punkt auf der Tagesordnung hatten: eine Burlesque Show! Und dafür mussten wir uns noch schick machen.

Koffer eingesammelt, AirBnB gefunden, ausgepackt. Die Zeit raste und reichte nur noch für eine kurze Verschnaufpause, bevor wir uns aufgebrezelt aufmachten.

Die Burlesque Show, die wir besucht haben, war vom Proud Cabaret und fußläufig vom Tower. Mein Freund hatte über Groupon gebucht, da wir dort das Paket a 2 Personen für die Hälfte bekamen: 60€ statt 120€. Inklusive sind die Show sowie ein Zwei-Gänge-Menü und ein Begrüßungscocktail.

Die Location war ein einem schummrig beleuchteten Keller, so wie man es sich vorstellt. Unsere Plätze waren okay, leider hatten wir eine Säule in unserem Blickfeld, die das meiste von der Show verdeckt hat. Das Event selbst war ein gutes Gesamtpaket, was man sich definitiv mal gönnen kann. Besonders wenn man etwas mehr Zeit in London hat. ABER, ich möchte ja auch nicht alles schönreden.

Das Essen war lecker, jedoch waren die Kellner zum Teil sehr unkoordiniert und meine Hauptspeise war fast kalt. Die Cocktails, die man noch extra bestellte waren eher klein und dafür sehr teuer. Außerdem war es die ganze Zeit so laut, dass man sein eigenes Wort kaum verstehen konnte und tiefgründige Unterhaltungen damit ausbleiben mussten. Die Show selbst war schön anzusehen, mein persönliches Bauchgefühl sagt mir allerdings, dass es sehr abgespeckt und auf Mainstream ausgelegt war. Das erkannte man auch an den zahlreichen Geburtstagsfeiern und Junggesellenabschieden, die an diesem Abend anwesend waren. Der True Spirit of Burlesque ging damit etwas unter. Vielleicht sollte ich beim nächsten Besuch nach einem anderen Anbieter Ausschau halten, denn die Grundidee so ein Event zu besuchen, finde ich nach wie vor schön.

Nach der Show schlenderten wir noch runter ans Wasser und bewunderten die Tower Bridge bei Nacht, ehe es zurück zum AirBnB ging.

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Somerset House

Am Sonntag gingen wir durch den Hyde Park, vorbei am Kensington Palace und nahmen uns die Busroute 9, welche zu normalen Buspreisen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeifährt. In Covent Garden bummelten wir an den Läden vorbei und genehmigten uns einen Kuchensnack. Dort fanden wir heraus (Google sei Dank), dass das Somerset House nicht weit entfernt liegt.

Ehemalige Adelsresidenz, Regierungsgebäude und mittlerweile ein Haus für Kunst und Bildung.

Das Somerset House hat eine fantastische Lage mitten in London und an der Themse. Wir haben uns ein wenig im Innenhof umgesehen und sind auch auf den „Balkon“ gegangen, um einen schönen Blick zu genießen. Es gab außerdem eine kleine Kunstausstellung, für die man keinen Eintritt zahlen musste. Wer mehr vom Somerset House sehen will, kann sich natürlich die Zeit nehmen und weitere Ausstellungen besichtigen.

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Kensington Palace

Mein Freund musste nach dem Somerset House leider recht zügig aufbrechen, da er noch bis nach Stansted zum Flughafen fahren musste. Mein Coach Bus würde erst um 21:30 Uhr losfahren, also verabschiedeten wir uns und ich setzte meine kleine Tour durch London alleine fort.

Wie ich ja bereits erwähnt hatte, sind wir nach dem *Frühstück durch den Hyde Park spaziert, vorbei an dem Kensington Palace. Nachdem ich nun auf mich alleine gestellt war, kehrte ich zurück, kaufte ein Ticket für 25 Pfund und schaute mir die Ausstellungen an. Das hatte ich mir tatsächlich für den London-Ausflug vorgenommen und es auch im Nachhinein nicht bereut!

*Kleiner Tipp meinerseits. gefrühstückt haben wir im Aubaine am Hyde Park. Ich habe dieses französische Restaurant letztes Jahr durch Zufall mit meiner Mutter entdeckt. Ja, es ist definitiv nicht billig, aber das Frühstück ist sooooo vorzüglich, dass man sich das bei einem besonderen London-Trip schon mal gönnen kann. Ich empfehle das Pain aux pistaches (Twice baked pain au chocolat with pistachio and almond) sowie die Eier Benedict, nom, nom, nom.

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Die erste Ausstellung, die ich mir anschaute, waren die königlichen Gemächer von William III und Mary II, sowie einiges zu ihrer historischen Geschichte. Ich liebe Ausstellungen dieser Art, da ich es faszinierend finde, wie die Royals früher so gelebt haben. Auch Geschichten und Intrigen, Stammbäume und Skandale haben mich schon immer interessiert. Die britische und französische Geschichte hat mich dabei immer besonders fasziniert.

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Ausstellung zwei drehte sich um die Kinderjahre von Queen Victoria. Daran war ich besonders interessiert, da ich mich erst vor Kurzem mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt hatte. Kennt ihr den Film „Mädchenjahre einer Königin“ mit Romy Schneider? Hat starke Sissi-Vibes (ist auch vom gleichen Regisseur) und ist im Prinzip einfach nur britisch (und trotzdem mit österreichischem Akzent). Die Story ist natürlich stark romantisiert, aber sie hat zumindest mein Interesse geweckt und dafür gesorgt, dass ich mich mit den echten historischen Begebenheiten beschäftigt habe. Die Ausstellung stellte die perfekte Ergänzung dar.

Und last but not least: Dianas Fashion Story. Dazu muss ich gar nicht viel sagen, außer dass ich die Ausstellung mehr als bezaubernd fand, und obwohl es sich vor allem um Fashion drehte, fand ich sie sehr interessant und auch informativ. Wer sich also denkt „Da gucke ich doch nur auf Kleider“ liegt zwar nicht falsch, aber auch nicht richtig. Die Ausstellung wurde liebevoll zusammengestellt und bot einiges an Hintergrundinfo.

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Die Ausstellungen im Kensington Palace wechseln regelmäßig, es lohnt sich also auf der Website zu schauen und zu entscheiden, ob einen die aktuellen Ausstellungen interessieren. Ich kann es nur jedem empfehlen, besonders wenn man die Standard-Sehenswürdigkeiten schon abgearbeitet hat.

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Das ist jetzt ein sehr langer Blogpost geworden, aber ich hoffe sehr dass er euch gefällt. Und ich hoffe auch, dass er euch etwas Inspiration für euren nächsten London-Urlaub geliefert hat. Ich liebe diese Stadt einfach und könnte auch nach 10 Mal immer wieder kommen. Es gibt immer etwas zu entdecken und manchmal kehrt man einfach gerne an seine Lieblingsplätze zurück…

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